Digitale Zwillinge und KI: Scheren beim ChemCologne-Netzwerkevent
Digitale Zwillinge, Reinigungszertifikate, Gefahrstofflagerung und am Ende ein ziemlich eigensinniges Bier.
Am 8. Oktober 2026 waren wir beim Netzwerkevent von ChemCologne im AI Village in Hürth.
Im Mittelpunkt standen digitale Zwillinge und die Frage, wie sich mit KI Prozesse planen, simulieren und optimieren lassen. Besonders interessant wird das dort, wo reale Abläufe komplex sind und Veränderungen möglichst getestet werden sollen, bevor Hardware steht oder Prozesse angepasst werden.

Reinigungszertifikate digital verfügbar machen
Sehr greifbar wurde das bei ALFRED TALKE TRANSPORT SERVICES und dem Fraunhofer IFF. Gezeigt wurde, wie sich der Prozess rund um Reinigungszertifikate digitalisieren lässt.
Für die Logistik ist das ein konsequenter Schritt. Frachtpapiere und die damit verbundenen Abläufe werden ohnehin zunehmend digital. Warum also bei weiteren wichtigen Nachweisen aufhören?
Perspektivisch könnten solche Zertifikate auch in einer DID-fähigen digitalen Wallet hinterlegt werden. Damit wären sie digital verfügbar und könnten entlang der Lieferkette dort genutzt werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.
Ergo: weniger Medienbrüche und Missbräuche, schnellere Abläufe und eine bessere Verfügbarkeit von Informationen.
Prozesse simulieren, bevor sie verändert werden
Auch die weiteren Beispiele von Fraunhofer und Currenta haben gezeigt, welches Potenzial digitale Zwillinge bieten. Prozesse lassen sich simulieren, Varianten durchspielen und mögliche Optimierungen erkennen, bevor sie in der realen Welt umgesetzt werden.
Für uns bei der Scheren Gruppe ein hochinteressantes Thema. Denn ob Gefahrstofflagerung und Logistik oder Immobilien: Prozesse spielen überall eine zentrale Rolle. Und damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wo wir mit KI künftig sicherer, schneller und effizienter werden können.
AI IPA: Ein persönlicher Wareneingangstest
So weit der fachliche Teil. Dann wurde es ernst: AI IPA. Ein Bier, dessen Rezeptur mit Unterstützung von KI entwickelt wurde. Das musste natürlich einem persönlichen Wareneingangstest unterzogen werden.

Geschmacklich: Freigabe.
Beim Handling: Optimierungsbedarf.
Der Schaum wollte die Flasche jedenfalls mit bemerkenswerter Konsequenz verlassen. Es hörte einfach nicht auf zu schäumen. Wie peinlich, aber auch auflockernd.
Ob hier die KI bei der Rezeptur noch nacharbeiten muss oder die Kühllagerung nicht ganz adäquat war, ließ sich vor Ort nicht abschließend klären. An einem Zusammenlagerungsverbot kann es im Kühlschrank jedenfalls nicht gelegen haben. 😉
Danke an ChemCologne und Daniel Wauben für einen spannenden Abend, gute Gespräche und viele konkrete Impulse.
Und das AI IPA? 💪 Gefahrstoff erfolgreich eingelagert. 🍺
